Linea11 Dental

Amalgamentfernung unter Kofferdam-Isolierung

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Termin

Kontrollierter Austausch alter Amalgamfüllungen durch moderne, metallfreie Restaurationen

Dentalamalgam wurde über viele Jahrzehnte weltweit als Füllungsmaterial eingesetzt. Es galt als belastbar, vergleichsweise langlebig und auch unter weniger idealen klinischen Bedingungen gut verarbeitbar. Zu seinen wesentlichen Bestandteilen zählen Quecksilber, Silber, Zinn und Kupfer. Beim Anmischen verbindet sich das Quecksilber mit den übrigen Metallkomponenten zu einer formbaren Masse, die in den vorbereiteten Zahn eingebracht wird und dort aushärtet.

Amalgamentfernung vorher-nacher

Aus heutiger Sicht entspricht Amalgam jedoch nur noch eingeschränkt den Anforderungen einer modernen, minimalinvasiven und ästhetisch orientierten Zahnmedizin. Zahnfarbene Komposite sowie adhäsiv befestigte Keramikrestaurationen ermöglichen inzwischen metallfreie Versorgungen, die sich hinsichtlich Farbe, Form, Funktion und Oberflächenstruktur deutlich natürlicher in die vorhandene Zahnsubstanz einfügen.

Seit dem 1. Januar 2025 ist die Verwendung von Dentalamalgam in der Europäischen Union grundsätzlich nicht mehr vorgesehen. Ausnahmen bestehen nur dann, wenn die Anwendung aus besonderen medizinischen Gründen im Einzelfall ausdrücklich erforderlich ist. Diese Veränderung ist Teil der europäischen Maßnahmen zur Verringerung der Quecksilberverwendung und dient sowohl dem Gesundheits- als auch dem Umweltschutz.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jede vorhandene Amalgamfüllung allein aufgrund ihres Materials sofort entfernt werden muss. Eine dichte, klinisch intakte und beschwerdefreie Restauration kann unter Umständen weiter beobachtet werden. Ob ein Austausch sinnvoll ist, hängt vom Zustand des Zahnes, der Größe und Tiefe der Füllung, der verbleibenden Zahnsubstanz, der funktionellen Belastung und den individuellen Wünschen der Patientin oder des Patienten ab.

Dr. Kémenes Loránd M. Sc. Zahnarzt und Implantologe

Dr. Loránd Kémenes M.Sc.

(M. Sc.) in Implantology and Dental Surgery

Spezialist für:
Implantologie
Ästhetische Zahnmedizin
Prothetik

Ich bin Dr. Loránd Kémenes, Zahnarzt. Mein Studium der Zahnmedizin habe ich 2012 an der Universität für Medizin und Pharmazie in Târgu Mureș abgeschlossen und anschließend meine Tätigkeit als Zahnarzt begonnen. Im Laufe meiner Karriere konnte ich Erfahrungen im oralchirurgischen Bereich sowie in mehreren Premium-Ordinationen sammeln.

2024 erwarb ich den Titel Master of Science (M.Sc.) in Implantology and Dental Surgery am International Medical College (IMC) in Kooperation mit der University of Duisburg–Essen. Meine fachlichen Schwerpunkte liegen in der Implantologie sowie in der ästhetischen Zahnmedizin und Prothetik.

Präzision, strukturiertes Vorgehen, ästhetisches Feingefühl und höchste Qualitätsansprüche prägen meine tägliche Arbeit. In meiner Freizeit reise ich gerne mit meiner Familie, bin sportlich aktiv und habe eine Leidenschaft für Automobile, die meine Affinität zu Technik und Genauigkeit widerspiegelt.

Freisetzung von Quecksilber aus Dentalamalgam

Amalgamfüllungen können während ihrer Liegedauer geringe Mengen Quecksilberdampf freisetzen. Die Freisetzung kann unter anderem durch Kauen, Zähneknirschen, heiße Speisen und Getränke sowie durch mechanische Bearbeitung beeinflusst werden. Besonders beim Legen, Polieren oder Entfernen einer Amalgamfüllung kann die kurzfristige Exposition gegenüber Quecksilberdampf und feinen Metallpartikeln ansteigen.

Quecksilberdampf kann über die Atemwege aufgenommen und anschließend im Körper verteilt werden. Von hohen beruflichen oder industriellen Expositionen ist bekannt, dass Quecksilber insbesondere das Nervensystem und die Nieren beeinträchtigen kann. Solche Belastungssituationen sind jedoch nicht unmittelbar mit der wesentlich geringeren Exposition durch vorhandene Dentalamalgamfüllungen gleichzusetzen.

Die Mehrheit der verfügbaren wissenschaftlichen Daten zeigt bei der Allgemeinbevölkerung keinen eindeutigen Nachweis dafür, dass intakte Amalgamfüllungen regelhaft systemische Erkrankungen verursachen. Gleichzeitig bestehen bei bestimmten empfindlichen Personengruppen medizinische Vorsichtsüberlegungen. Dazu zählen unter anderem Schwangere, Frauen mit Kinderwunsch, stillende Mütter, kleine Kinder, Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion, bestimmten neurologischen Erkrankungen sowie Menschen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Quecksilber oder anderen Bestandteilen des Dentalamalgams. Wird bei diesen Patientengruppen eine neue restaurative Versorgung notwendig, sollten nach Möglichkeit quecksilberfreie Alternativen gewählt werden.

Amalgam, Überempfindlichkeit und immunologische Reaktionen

Der menschliche Organismus kann grundsätzlich auf nahezu jedes zahnärztliche Material reagieren. Dabei ist es wichtig, zwischen einer toxischen Wirkung, einer echten Allergie, einer lokal begrenzten immunologischen Kontaktreaktion und unspezifischen Allgemeinbeschwerden zu unterscheiden.

Eine nachweisbare Allergie gegen Bestandteile von Dentalamalgam ist selten. Wenn eine immunologisch bedingte Reaktion entsteht, handelt es sich häufig um eine verzögerte, zellvermittelte Überempfindlichkeitsreaktion vom Typ IV. Dabei reagieren sensibilisierte T-Lymphozyten auf bestimmte Metallbestandteile oder deren Reaktionsprodukte.

Mögliche klinische Zeichen sind lokale Rötungen, weißliche Schleimhautveränderungen, Brennen, empfindliche Areale, ekzemartige Reaktionen oder Veränderungen, die unmittelbar an eine metallische Restauration angrenzen. Von besonderer Bedeutung sind sogenannte orale lichenoide Kontaktreaktionen. Diese können optisch einem oralen Lichen planus ähneln, treten jedoch häufig direkt neben einer Amalgamfüllung auf. Typische Lokalisationen sind die Wangenschleimhaut, der seitliche Zungenrand oder das Zahnfleisch im unmittelbaren Kontaktbereich mit der Restauration.

Immunologisch werden solche Veränderungen überwiegend als verzögerte T-Zell-vermittelte Reaktion eingeordnet. Bei sorgfältig ausgewählten Fällen kann der gezielte Austausch der angrenzenden Amalgamfüllung zu einer deutlichen Besserung oder zum vollständigen Abheilen der Schleimhautveränderung führen.

Bei unklaren Befunden kann eine ergänzende dermatologische, allergologische oder oralmedizinische Abklärung sinnvoll sein. Ein Epikutantest kann Hinweise auf eine Sensibilisierung gegenüber Quecksilber oder anderen Metallbestandteilen geben. Ein positives Testergebnis allein rechtfertigt jedoch nicht automatisch die Entfernung sämtlicher Amalgamfüllungen. Entscheidend ist die gemeinsame Beurteilung von klinischem Bild, Beschwerden, räumlichem Bezug zur Füllung, Anamnese und gegebenenfalls histologischer Untersuchung.

Für einen pauschalen Zusammenhang zwischen Amalgamfüllungen und systemischen Autoimmunerkrankungen gibt es derzeit keine ausreichend gesicherten klinischen Belege. Experimentelle Untersuchungen können zwar immunologische Veränderungen unter bestimmten Bedingungen zeigen, diese Ergebnisse lassen sich jedoch nicht unmittelbar auf jede Patientin und jeden Patienten übertragen. Eine Amalgamentfernung sollte deshalb nicht mit dem Versprechen verbunden werden, chronische Müdigkeit, neurologische Beschwerden, Autoimmunerkrankungen oder andere Allgemeinerkrankungen zu heilen.

Wann kann der Austausch einer Amalgamfüllung sinnvoll sein?

Die Entscheidung zur Entfernung einer Amalgamfüllung sollte nicht allein aufgrund des Materials getroffen werden. Bei Linea11 Dental beurteilen wir jeden Zahn individuell und berücksichtigen biologische, restaurative, funktionelle und ästhetische Gesichtspunkte.

Sekundärkaries

Am Rand älterer Amalgamfüllungen können im Laufe der Zeit Spalten, Randdefekte oder Undichtigkeiten entstehen. In diesen Bereichen kann erneut Karies auftreten. Eine solche Sekundärkaries verursacht im Frühstadium häufig keine Beschwerden. Trotz fehlender Schmerzen kann sie sich unterhalb oder seitlich der bestehenden Füllung ausbreiten und zunehmend
Zahnsubstanz zerstören. Das tatsächliche Ausmaß wird nicht selten erst nach Entfernung der alten Restauration sichtbar.

Defekte Füllungsränder

Mit zunehmender Liegedauer können Anteile der Amalgamfüllung abbrechen oder ihre Randbereiche unregelmäßig werden. Auch die angrenzende Zahnsubstanz kann kleine Frakturen aufweisen. Raue Übergänge, offene Füllungsränder oder abgesplitterte Bereiche erschweren die Reinigung, halten Plaque zurück und können die Entstehung weiterer Karies begünstigen.

Geschwächte Zahnwände

Amalgam haftet nicht adhäsiv an Schmelz und Dentin. Die Füllung wird hauptsächlich durch die Form der Präparation und mechanische Unterschnitte im Zahn gehalten. Bei großen Amalgamfüllungen bleiben deshalb häufig relativ dünne Höcker und Zahnwände zurück. Diese Strukturen werden bei jedem Kauvorgang belastet und können sich unter funktioneller Beanspruchung geringfügig verformen.

Mit der Zeit können dadurch Schmelzsprünge, Dentinhaarrisse, unvollständige Zahnfrakturen oder vollständige Höckerabbrüche entstehen. Besonders gefährdet sind großflächig versorgte Prämolaren und Molaren.

Risse und Cracked-Tooth-Syndrom

Kurze, stechende Schmerzen beim Zubeißen oder beim Lösen des Kaudrucks können auf einen Riss im Zahn hinweisen. Auch eine erhöhte Kälteempfindlichkeit oder schwer lokalisierbare Beschwerden sind möglich. Solche Risse sind auf konventionellen Röntgenbildern häufig nicht sichtbar. Die Diagnostik erfolgt daher durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung, Vergrößerung, Transillumination, Aufbisstest und gegebenenfalls vorsichtiger Entfernung der alten Füllung.
Nach Entfernung des Amalgams kann beurteilt werden, ob ein oberflächlicher Schmelzriss, ein tieferer Dentinsprung oder eine strukturell relevante Fraktur vorliegt.

Ästhetische Gründe

Amalgamfüllungen unterscheiden sich durch ihre dunkelgraue bis silbrige Farbe deutlich von der natürlichen Zahnsubstanz. Bei großen Restaurationen kann das Metall durch dünne Schmelzbereiche hindurchscheinen und den gesamten Zahn gräulich erscheinen lassen. Viele Patientinnen und Patienten wünschen deshalb eine zahnfarbene, natürlich wirkende und metallfreie Versorgung.
Lokale Schleimhautveränderungen und bekannte

Materialüberempfindlichkeit

Liegt eine klinisch auffällige Schleimhautveränderung in unmittelbarer Nähe einer Amalgamfüllung vor, sollte geprüft werden, ob ein Zusammenhang mit der Restauration bestehen könnte. Bei Verdacht auf eine lichenoide Kontaktreaktion kann nach entsprechender Diagnostik ein gezielter Austausch der unmittelbar angrenzenden Füllung sinnvoll sein.

Bei nachgewiesener Allergie oder Sensibilisierung gegen einzelne Bestandteile des Dentalamalgams muss zusätzlich beurteilt werden, ob eine passende klinische Symptomatik vorliegt. Die Therapie richtet sich nicht allein nach dem Testergebnis, sondern nach dem Gesamtbefund.

Amalgamtätowierung

Während des Legens, Bearbeitens oder Entfernens einer Amalgamfüllung können kleinste Metallpartikel in das umliegende Zahnfleisch oder die Mundschleimhaut gelangen. Dort können sie dauerhaft eingelagert bleiben und eine sogenannte Amalgamtätowierung verursachen. Typischerweise zeigt sich diese als flache, bläulich-graue, grauschwarze oder dunkelblaue Verfärbung in der Nähe eines Zahnes oder einer früheren Amalgamrestauration.

Eine Amalgamtätowierung ist in vielen Fällen harmlos und verursacht keine Beschwerden. Dennoch sollte jede dunkle Schleimhautveränderung sorgfältig untersucht werden, insbesondere wenn sie neu auftritt, wächst, unregelmäßig begrenzt ist oder sich farblich verändert. Bei unklarer Diagnose können eine fotografische Verlaufskontrolle, eine Röntgenaufnahme oder in ausgewählten Fällen eine histologische Abklärung notwendig werden.

Warum verwenden wir bei der Entfernung einen Kofferdam?

Während der mechanischen Bearbeitung einer Amalgamfüllung entstehen kleine Füllungsfragmente, feine Metallpartikel und vorübergehend auch Quecksilberdampf. Aus diesem Grund führen wir die Entfernung bei Linea11 Dental unter Kofferdam-Isolierung durch.

Der Kofferdam ist ein elastisches Spanntuch, das den zu behandelnden Zahn oder mehrere Zähne vom übrigen Mundraum trennt. Nur die für die Behandlung vorgesehenen Zähne werden durch das Tuch hindurch isoliert.
Die Isolation reduziert das Risiko, größere oder kleinere Füllungspartikel zu verschlucken, schützt Zunge, Wangen und Mundschleimhaut vor Instrumenten und verbessert die Übersicht im Behandlungsgebiet. Darüber hinaus verhindert der Kofferdam eine Kontamination durch Speichel, Blut oder Feuchtigkeit. Dies ist nicht nur während der Entfernung hilfreich, sondern auch für die anschließende adhäsive Versorgung von entscheidender Bedeutung.

Ein trockener, kontrollierbarer Arbeitsbereich erleichtert ein präzises Arbeiten unter Vergrößerung und schafft günstigere Voraussetzungen für eine zuverlässige Verklebung von Komposit oder Keramik. Der Kofferdam stellt jedoch keinen vollständigen Schutz vor eingeatmetem Quecksilberdampf dar. Deshalb kombinieren wir ihn mit starker Absaugung, kontinuierlicher Wasserkühlung und einer möglichst kontrollierten Entfernungstechnik.

Starke Absaugung und kontinuierliche Kühlung

Während der Amalgamentfernung wird eine leistungsfähige Absaugung möglichst nahe am behandelten Zahn positioniert. Ziel ist es, entstehende Füllungspartikel, Aerosole und Dämpfe unmittelbar am Arbeitsfeld aufzunehmen.

Gleichzeitig wird die Füllung kontinuierlich mit Wasser gekühlt. Die Wasserkühlung vermindert die Wärmeentwicklung bei der Bearbeitung und schützt sowohl die Zahnsubstanz als auch den Zahnnerv vor unnötiger thermischer Belastung. Eine starke Erwärmung der Amalgamfüllung sollte vermieden werden, da höhere Temperaturen die Freisetzung von Quecksilberdampf begünstigen können.

Je nach Form und Größe der Füllung versuchen wir, das Material kontrolliert zu zerteilen und möglichst in größeren Fragmenten zu entfernen. Dadurch kann vermieden werden, dass die gesamte Restauration unnötig lange vollständig zerfräst wird. Die konkrete Vorgehensweise hängt von Tiefe, Ausdehnung und Zugänglichkeit der vorhandenen Füllung ab.

Beurteilung des Zahnes nach Entfernung der alten Füllung

Der tatsächliche Zustand eines Zahnes lässt sich häufig erst nach vollständiger Entfernung der Amalgamfüllung sicher beurteilen. Unter einer äußerlich relativ unauffälligen Restauration können sich Sekundärkaries, verfärbtes oder erweichtes Dentin, dünne Zahnwände, Schmelzrisse, Dentinsprünge, alte Unterfüllungsmaterialien oder Defekte bis in die Nähe des Zahnnervs befinden.

Nicht jede dunkle Verfärbung unter einer Amalgamfüllung bedeutet automatisch aktive Karies. Amalgam kann die angrenzende Zahnsubstanz über Jahre hinweg grau oder schwarz verfärben. Deshalb wird nicht ausschließlich nach der Farbe entschieden. Wichtiger sind die Härte und Struktur des Dentins, der klinische Tastbefund, die Oberflächenbeschaffenheit und die Beurteilung unter Vergrößerung.

Unser Ziel ist es, kariös veränderte und strukturell nicht erhaltungsfähige Bereiche zu entfernen und gleichzeitig möglichst viel gesunde Zahnsubstanz zu bewahren. Bei tiefen Defekten kann es erforderlich sein, pulpanah gelegene Bereiche besonders schonend zu behandeln und mit geeigneten Materialien abzudecken oder zu stabilisieren.

Kompositfüllung oder Keramikrestauration?

Nach Entfernung des Amalgams muss entschieden werden, welche definitive Versorgung für den betreffenden Zahn langfristig am besten geeignet ist. Dabei ist nicht nur die Größe des Defekts entscheidend. Ebenso wichtig sind die Dicke der verbleibenden Höcker, die Stabilität der Zahnwände, vorhandene Risse, die Position des Zahnes im Zahnbogen, die Kaubelastung und die individuelle Bisssituation. Auch Bruxismus, Pressen oder eine ungünstige Belastungsverteilung können die Materialwahl beeinflussen.

Direkte Kompositfüllung

Bei kleineren bis mittelgroßen Defekten kann eine hochwertige zahnfarbene Kompositfüllung eine sinnvolle Lösung darstellen. Das Material wird direkt im Mund schichtweise eingebracht, anatomisch modelliert und anschließend mit Licht polymerisiert. Durch die adhäsive Befestigung kann die Präparation häufig substanzschonend gestaltet werden.

Für ein dauerhaft gutes Ergebnis sind eine zuverlässige Trockenlegung, ein sorgfältiges Adhäsivprotokoll, eine ausreichende Lichtpolymerisation und eine korrekte Gestaltung der Kaufläche und der Kontaktpunkte notwendig.

E.max Keramik-Inlay

Ein keramisches Inlay liegt überwiegend innerhalb der natürlichen Höcker. Es kann bei größeren Defekten eingesetzt werden, wenn die verbleibenden Zahnwände ausreichend dick und stabil sind. Die Kaufläche und die approximalen Bereiche können damit präzise rekonstruiert werden, ohne dass gesunde Höcker zwingend überdeckt werden müssen.

E.max Keramik-Onlay

Ein Onlay ersetzt nicht nur die zentrale Kaufläche, sondern überdeckt auch einen oder mehrere geschwächte Höcker. Diese Versorgungsform kann sinnvoll sein, wenn einzelne Zahnwände dünn, unterminiert oder rissgefährdet sind. Durch die gezielte Höckerüberdeckung wird die Belastung günstiger verteilt und das Risiko eines späteren Höckerabbruchs reduziert.

E.max Keramik-Overlay

Ein Overlay überdeckt die gesamte Kaufläche und in der Regel alle funktionell gefährdeten Höcker. Es wird häufig bei sehr großen Defekten, stark geschwächten Zahnwänden, ausgedehnten alten Füllungen oder vorhandenen Rissen eingesetzt. Ein Overlay kann eine substanzschonende Alternative zur klassischen Vollkrone darstellen, wenn noch ausreichend erhaltungsfähige Zahnsubstanz vorhanden ist.

Tabletop

Eine Tabletop-Restauration ist eine dünne, adhäsiv befestigte keramische Teilrestauration zur Rekonstruktion der Kaufläche. Sie kommt insbesondere bei ausgeprägtem Verlust von Zahnhartsubstanz, funktioneller Abnutzung, Erosionen oder bestimmten Bissveränderungen infrage. Mit dieser Technik kann die natürliche Zahnform wiederhergestellt werden, ohne den Zahn vollständig für eine Krone präparieren zu müssen.
Vorteile adhäsiv befestigter

Keramikrestaurationen

E.max Keramikrestaurationen werden individuell im zahntechnischen Labor hergestellt und präzise an die jeweilige klinische Situation angepasst. Sie ermöglichen eine naturgetreue Rekonstruktion von Zahnform, Farbe, Kontaktpunkten und Kauflächenanatomie.

Durch die adhäsive Befestigung entsteht eine funktionelle Verbindung zwischen Zahnsubstanz, Befestigungskomposit und Keramik. Auf diese Weise können verbliebene Zahnwände stabilisiert und auftretende Kaukräfte günstiger verteilt werden.

Keramik bietet eine hohe Form- und Farbstabilität, eine glatte Oberfläche und eine sehr gute ästhetische Anpassungsfähigkeit. Durch ihre Lichtdurchlässigkeit lässt sie sich harmonisch in die natürliche Zahnsubstanz integrieren. Weitere Vorteile können eine gute Biokompatibilität, eine geringe Plaqueanlagerung bei glatter Oberfläche und eine langfristig stabile Randgestaltung sein. Die Präparation kann im Vergleich zu einer klassischen Vollkrone häufig deutlich substanzschonender erfolgen.

Keramik ist dennoch nicht in jeder Situation automatisch die beste Wahl. Bei sehr tief unter dem Zahnfleisch liegenden Defekten, nicht zuverlässig möglicher Trockenlegung, ungünstiger Restzahnsubstanz oder ausgeprägtem Bruxismus muss individuell geprüft werden, welche Versorgung langfristig die sicherste ist.

Adhäsive Befestigung unter Kofferdam

Die Qualität einer Keramikrestauration hängt nicht nur von der Keramik selbst ab. Ebenso entscheidend sind die Vorbereitung der Zahnsubstanz, die Konditionierung der Keramikoberfläche und die kontrollierte adhäsive Befestigung.
Bei Linea11 Dental erfolgt die definitive Eingliederung keramischer Teilrestaurationen nach Möglichkeit ebenfalls unter Kofferdam-Isolierung. Dadurch kann das Arbeitsfeld zuverlässig vor Speichel, Blut und Feuchtigkeit geschützt werden. Selbst geringe Verunreinigungen können die Haftung moderner Adhäsivsysteme beeinträchtigen.

Je nach keramischem Material wird die Innenseite der Restauration entsprechend dem vorgesehenen Protokoll vorbereitet. Die Zahnoberfläche wird ebenfalls gezielt konditioniert und mit einem geeigneten Adhäsivsystem behandelt. Anschließend wird die Keramikrestauration mit einem Befestigungskomposit eingesetzt. Überschüssiges Material wird sorgfältig entfernt, die Restauration
vollständig polymerisiert und die Klebefuge abschließend kontrolliert. Danach prüfen wir Kontaktpunkte, Randbereiche und Okklusion; bei Bedarf erfolgen feine Korrekturen und eine erneute Politur.

Warum wir keine pauschale Entfernung aller Amalgamfüllungen empfehlen

Eine vorhandene, dichte und symptomfreie Amalgamfüllung muss nicht automatisch ausgetauscht werden. Jede Entfernung einer alten Restauration ist mit einem gewissen zusätzlichen Verlust an Zahnsubstanz verbunden. Je tiefer und größer die bestehende Füllung ist, desto näher kann die Behandlung an den Zahnnerv heranreichen.

In manchen Fällen kann es nach dem Austausch vorübergehend zu erhöhter Kälteempfindlichkeit oder Aufbissbeschwerden kommen. Bei sehr tiefen Defekten kann eine Reizung oder Entzündung des Zahnnervs auftreten, die möglicherweise später eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich macht.

Deshalb sollte der erwartete Nutzen einer Amalgamentfernung immer gegen die möglichen Risiken abgewogen werden. Vor der Behandlung führen wir eine klinische Untersuchung durch und ergänzen diese bei Bedarf durch Röntgendiagnostik. Dabei beurteilen wir den Zustand der Füllungsränder, das Vorliegen von Karies, die Dicke der Zahnwände, mögliche Risse, die Nähe zum Zahnnerv, die funktionelle Belastung, die Mundhygiene und die allgemeine restaurative Prognose.

Zusätzlich berücksichtigen wir bekannte Allergien, bestehende Schleimhautveränderungen, allgemeine Vorerkrankungen und die ästhetischen Wünsche der Patientin oder des Patienten. Eine rein vorsorgliche Entfernung aller intakten Amalgamfüllungen mit dem Versprechen einer allgemeinen „Entgiftung“ entspricht nicht unserem Behandlungskonzept.

Besteht dagegen eine klare klinische Indikation, beispielsweise aufgrund von Sekundärkaries, Randdefekten, Rissen, Frakturgefahr, lokalen Schleimhautreaktionen oder dem begründeten Wunsch nach einer metallfreien Versorgung, kann der Austausch sorgfältig geplant und kontrolliert durchgeführt werden.

Unser Behandlungsziel

Bei Linea11 Dental geht es nicht ausschließlich darum, eine alte Amalgamfüllung zu entfernen. Im Mittelpunkt steht die langfristige Stabilisierung und Wiederherstellung des gesamten Zahnes.

Dazu gehören eine möglichst substanzschonende Entfernung der alten Restauration, die Reduktion der Partikelbelastung durch Kofferdam, Wasserkühlung und starke Absaugung sowie die sorgfältige Kontrolle auf Karies, Risse und geschwächte Zahnwände.

Anschließend wählen wir eine Versorgung, die zur Größe des Defekts, zur verbliebenen Zahnsubstanz und zur funktionellen Belastung des Zahnes passt. Unser Ziel ist eine anatomisch korrekte Wiederherstellung der Kaufläche, eine stabile Funktion, ein natürlicher Kontakt zu den Nachbarzähnen und ein harmonisches ästhetisches Ergebnis.

Ob eine direkte Kompositfüllung, ein E.max Inlay, Onlay, Overlay, Tabletop oder eine andere restaurative Lösung geeignet ist, entscheiden wir nach einer individuellen Untersuchung und ausführlichen Beratung.

Unser Anspruch ist nicht nur der Austausch eines alten Füllungsmaterials, sondern der langfristige Erhalt von Zahnsubstanz, Stabilität, Kaufunktion und natürlicher Ästhetik.

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